Anlässlich der Versammlung vom 27. September beschloss die Juso Freiburg, eine Volksmotion zu lancieren, die einen kostenlosen öffentlichen Verkehr für Jugendliche in Ausbildung fordert.
300 Unterschriften sind nötig, damit der Grossrat die Motion behandelt. Die Unterschriftensammlung beginnt, sobald die 1:12 Initiative eingereicht wurde, was Ende Oktober der Fall sein wird.
Gewohnheitswandel
Der motorisierte Verkehr nimmt beständig zu, was zu ernsten Problemen führt, seien sie klimatischer oder struktureller Natur. Die ökologischen Auswirkungen sind ernst zu nehmen und nur sehr schwer umkehrbar. Es ist unbedingt nötig zu reagieren und die Gewohnheiten anzupassen.
Die Beteiligung des Staates ist notwendig, jedoch nicht durch neue Verbote, sondern durch Massnahmen, die einen Gewohnheitswandel positiv unterstützen. Einläuten kann ein Wechsel eine neue Generation, weshalb die Jugendlichen im Fokus stehen. Tatsächlich gewöhnen sich Personen in Sachen Mobilität in der Jugend an ein Verhaltensmuster, aus welchem Grund gerade für sie der öffentliche Verkehr so attraktiv wie möglich gemacht werden muss, sei es bei der Qualität wie auch beim Preis.
Die Gewinne auf kluger Weise umverteilen
Der Kanton Freiburg realisiert jedes Jahr einen Gewinn, der bald an die Milliardengrenze stösst. Und jedes Jahr hat der Kanton nichts weiteres anzubieten, als eine Steuersenkung. Für das Budget 2011 ist u.a. eine Senkung der Vermögenssteuer vorgesehen. Wenn der ÖV für Jugendliche kostenlos würde, könnte der Kanton die Familien und die Jugendlichen finanziell entlasten und den ÖV in positiver Weise fördern.
Auf langer Sicht bringt es sogar Geld ein! Eine solche Massnahme muss nicht nur als Ausgabe, sondern auch als Investition angesehen werden. Vernünftigere Mobilitätsgewohnheiten erlauben dem Staat, zahlreiche Kosten in der Infrastruktur einzusparen.
Auf kurzer Frist ist es sehr schwer, einen bestimmten Betrag zu nennen. Wir verfügen über keine genauen Zahlen und die genauen Auswirkungen sind nicht exakt abzuschätzen. Es ist der Auftrag des Staatsrats, die Konsequenzen einer solchen Massnahme zu analysieren, bevor die Motion im Grossrat behandelt wird. Auch wenn wir möglicherweise über die Vorlage uneins wären, so wird uns seine Analyse helfen, die Sache auch in finanziellen Belangen klarer zu sehen.
Doch eins steht fest: Der Kanton verfügt über einen bedeutenden finanziellen Spielraum. Mit einem wahren politischen Willen ist unser Projekt in jedem Fall realisierbar.
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